Die Hölle wartet nicht

04.11.2013 19:32 Uhr Markus Schmalhofer

Nach  dem leichten, lockeren Stück "Eine schöne Bescherung" im letzten Jahr, hat sich die Theatergruppe Kraiburg dieses Mal an den Thriller "Die Hölle wartet nicht" von Michael Cooney gewagt. Ich durfte die Schauspieler auch dieses Jahr bei Ihrer Generalprobe fotografisch begleiten.

Simon Cable wacht mit schweren Vergiftungserscheinungen im englischen Krankenhaus St. Judes auf. Er war für 2 Minuten klinisch tot und die Ärzte konnten nur mit Mühe sein Leben retten. Durch diesen Schock hat er jedoch Teile seines Gedächtnisses verloren und er kann sich nicht an die vergangenen zwei Jahre erinnern.

Wieso glaubt er einen Autounfall gehabt zu haben? Kann er sich an die Zukunft erinnern? Was ist mit seinem Bruder geschehen und wer sind die zwei Frauen die an seinem Krankenbett auftauchen? Und wieso hört er eine Glocke, die ihn laut einer Legende in die Hölle schicken soll, wo er doch das Opfer ist?
 Fragen über Fragen, für die es nur unzureichende Antworten zu geben scheint.

Die Theatergruppe Kraiburg hat sich unter Leitung Ihrer Regisseurin Diana Fürstenberger dieses Jahr an eines Ihrer schwersten Stücke gemacht. Die Verwirrung, Unsicherheit und Angst des Protagonisten Simon Cable, gespielt von Heinz Kasulke, ist in jeder Minute  des Stück präsent. Er weiß nicht, was mit ihm passiert ist oder was er anderen angetan hat. Was ist Realität und was Wahnvorstellung? Meiner Meinung nach ist dieses Stück eines der eindruckvollsten dieser Schauspielgruppe. Sie haben es geschafft über das ganze Stück die Spannung aufrecht zu erhalten und auch nach dem Fallen des Vorhangs bleiben noch Fragen offen.
Wer sich das Stück selbst anschauen will, hat noch bis 1. Dezember Zeit. Weitere Informationen findet Ihr www.theatergruppe-kraiburg.de

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